Prof. Dr. Ulrich Wagner – Vortragsexposé – Wintersemester 2017/2018

Mainzer Universitätsgespräche 
DAS NEUE UNBEHAGEN? SORGEN, ÄNGSTE, NÖTE IN DER GEGENWART


Prof. Dr. Ulrich Wagner 
Leiter der Arbeitseinheit Sozialpsychologie, Fachbereich Psychologie · Zentrum für Konfliktforschung, Philipps-Universität Marburg

Migration – Ängste, Sorgen, Wut 

Mittwoch, 17. Januar 2018, 18:15 Uhr, Hörsaal N 1 (Muschel)


Einwanderung ist eines der Themen, das die Menschen in Deutschland besonders bewegt. Einwanderung und Menschen mit Migrationshintergrund werden mit zumeist negativen Emotionen in Verbindung gebracht. Warum ist das so? Welche psychologischen und politischen Prozesse sind dabei von Bedeutung? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus – für die einzelnen Menschen und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Und was kann man dagegen tun – wenn man es denn will? Diesen Fragen möchte der Vortrag nachgehen.


Prof. Dr. Ulrich Wagner ist Professor für Sozialpsychologie am Fachbereich Psychologie und am Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg. Er forscht v.a. zu Intergruppenprozessen (Erklärung, Reduktion und Prävention von Konflikten zwischen Gruppen, insbesondere Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Gewalt). Wagner hat an den Bänden der Reihe "Deutsche Zustände" mitgewirkt und ist an verschiedenen evidenzbasierten Interventionsprogrammen sowie deren Evaluation beteiligt. Zu seinen weiteren Interessen gehören die Lehrergesundheit und Fragen der Evaluation. 
Publikationen (Auswahl): Soziale Schichtzugehörigkeit, formales Bildungsniveau und ethnische Vorurteile, Berlin 1983; Eine sozialpsychologische Analyse von Intergruppenbeziehungen, Göttingen u.a. 1994; Fremdenfeindlichkeit in Deutschland (Hg. mit R. van Dick), Bonn 2001; Interkulturalität im Arbeitsfeld Schule (Hg. mit R. Auernheimer u.a.), Opladen 2001; "Interkulturelle Kontakte und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" (mit O. Christ), in: W. Heitmeyer (Hg.): Deutsche Zustände. Folge 6, FfaM 2008; "Das Gefühl macht den Unterschied. Emotionen gegenüber 'Ausländern' in Ost- und Westdeutschland" (mit F. Asbrock u.a.), in: W. Heitmeyer (Hg.): Deutsche Zustände. Folge 7, FfaM 2009.


Nächster Vortrag in dieser Reihe: 
Prof. Dr. Bernd Greiner 

(Leiter des Berliner Kollegs Kalter Krieg · Professor für Zeitgeschichte, Universität Hamburg) 
Dramatisiertes Unbehagen – Amerikanische Angstunternehmer vom Ersten Weltkrieg bis heutet 
Mittwoch, 24. Januar 2018, 18:15 Uhr, Hörsaal N 1 (Muschel)