Prof. Dr. Karol Sauerland – Vortragsexposé – Sommersemester 2006

Das Mainzer Polonicum – Slavistik/Polonistik und das Studium generale laden zu folgendem Gastvortrag ein:

Prof. Dr. Karol Sauerland
(Warschau/Thorn)

Polens und Deutschlands Ostpolitik

Montag, 3. Juli 2006, 16.00 Uhr
P 5 (Philosophicum)

In jüngster Zeit wirken sich die unterschiedlichen Einschätzungen der deutschen und polnischen Ostpolitik belastend auf die deutsch-polnischen Beziehungen aus. Plötzlich werden alte Erinnerungen wach (die Zusammenarbeit zwischen dem preußischen bzw. deutschen Staat und dem zaristischen Russland während der polnischen Aufstände, Locarno, sogar der Stalin-Hitler-Pakt, aber auch die Fragwürdigkeiten in der bundesdeutschen Ostpolitik). Hauptauslöser der Missverständnisse war wohl die Männerfreundschaft Schröder-Putin, aber den tieferen Grund für sie muss man im Putinschen Russland suchen.

Prof. Dr. Karol Sauerland, Philosoph und Germanist, ist Professor für deutsche Litera¬turwissenschaft und Ästhetik an den Universitäten Warschau und Thorn. Einer breiten Öffentlichkeit ist er u. a. durch seine Beiträge für die Frankfurter Allgemeine Zeitung bekannt. Er zählt zu den herausragenden polnischen Wissenschaftlern und beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte des Dritten Reiches und des Kommunismus.

Neueste Veröffentlichungen:
Dreißig Silberlinge. Denunziation – Gegenwart und Geschichte, Berlin 2000.
Polen und Juden zwischen 1939 und 1968. Jedwabne und die Folgen, Berlin 2004.